Matrattel Cartoons

Komisches und nicht viel mehr

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3 Anmerkungen

Wolf Martin - Ein Nachruf in Sonettform

Mit deiner Dichtung verheertest du dieses Land

machtest es lebensfremd mit deiner Verse Qual

nahmst mit Wortschändungen sonder Zahl

die Menschenfeinde stets freundlich bei der Hand.

 

Keine Wahrheit die du nicht fuhrst gegen die Wand

und kein Gedanke der dir war zu schal

du, deiner ureigenen Schlichtheit Fanal

du, deiner Notdurft metaphysischer Tand.

 

Nun, was wird von Dir bleiben?

Außer ein paar Trottelreimen

an denen sich Reaktionäre wärmend noch ein paar Jährchen reiben?

 

Wer wird sich deinen Duktus einverleiben?

Deine unvergleichliche Art zu schleimen

dem ewigen Opfer säuberlich den letzten Verstand auszutreiben?



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2 Anmerkungen

Ode an den Pizzaboten

Über sieben Brücken musst Du fahrend gehen

An hundertsieben Ampeln musst Du wartend stehen

Durch fünfhundertsieben Straßen musst Du fetzend tingeln

An eintausendsieben Glocken musst Du hetzend klingeln

(ich vergaß dir meinen Namen zu nennen…)

Und vernimmst Du meiner zarten Stimme Hall ward Dir beschieden:

“Ich hab keine Salami bestellt, hau bloß wieder ab!”



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15 Anmerkungen

Novemberlyrik*

Es welkten die Verse
und gleich dem Blattlaub
                 wurden sie vom Winde verblasen 
                        
immer weiter, immer weiter fort vertragen
                               in ferne Flure und Gefilde gespült
                                      von den Wogen 
                                              des Windes, 
                                                         so weit, 
daß schließlich jedem Deppen klar wurde, daß die sich nicht wieder reimen würden, wie sie ja sowieso alles vermissen ließen, was so ein typisch gutes Strophengedicht ausmacht!


* ein Gedicht für die Homepage des Titanic-Magazins.

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