Einträge getaggt mit Lyrik
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Mit deiner Dichtung verheertest du dieses Land
machtest es lebensfremd mit deiner Verse Qual
nahmst mit Wortschändungen sonder Zahl
die Menschenfeinde stets freundlich bei der Hand.
Keine Wahrheit die du nicht fuhrst gegen die Wand
und kein Gedanke der dir war zu schal
du, deiner ureigenen Schlichtheit Fanal
du, deiner Notdurft metaphysischer Tand.
Nun, was wird von Dir bleiben?
Außer ein paar Trottelreimen
an denen sich Reaktionäre wärmend noch ein paar Jährchen reiben?
Wer wird sich deinen Duktus einverleiben?
Deine unvergleichliche Art zu schleimen
dem ewigen Opfer säuberlich den letzten Verstand auszutreiben?
Über sieben Brücken musst Du fahrend gehen
An hundertsieben Ampeln musst Du wartend stehen
Durch fünfhundertsieben Straßen musst Du fetzend tingeln
An eintausendsieben Glocken musst Du hetzend klingeln
(ich vergaß dir meinen Namen zu nennen…)
Und vernimmst Du meiner zarten Stimme Hall ward Dir beschieden:
“Ich hab keine Salami bestellt, hau bloß wieder ab!”
Es welkten die Verse
und gleich dem Blattlaub
wurden sie vom Winde verblasen
immer weiter, immer weiter fort vertragen
in ferne Flure und Gefilde gespült
von den Wogen
des Windes,
so weit,
daß schließlich jedem Deppen klar wurde, daß die sich nicht wieder reimen würden, wie sie ja sowieso alles vermissen ließen, was so ein typisch gutes Strophengedicht ausmacht!
* ein Gedicht für die Homepage des Titanic-Magazins.